Alt- und Innenstadt, linksrheinisches Düsseldorf :Abschiedsworte von Kaplan Johannes Frost

Alle aßen und wurden satt
„Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten und alle aßen und wurden satt.“ (Mt 14, 20–21)
Liebe Schwestern und Brüder,
wie schnell doch die Zeit vergeht! Drei schöne und wertvolle Jahre durfte ich in unseren Gemeinden St. Antonius und Benediktus sowie St. Lambertus als Kaplan dienen.
Unvergessliche Momente
Viele unvergessliche Momente werde ich mit in die Ewige Stadt nehmen: die Pilgerfahrten nach Rom und Assisi, die Sommerfahrten und die Abende mit den Messdienern, das gemeinsame Studium der Hl. Schrift in den Bibelkreisen, die vielen Gespräche und Begegnungen zu ganz unterschiedlichen Lebensstationen: Ob Taufe oder Beerdigung, Hochzeit oder Krankensalbung und vor allem die vielen gemeinsam gefeierten Gottesdienste – all dies waren Momente, in denen ich zusammen mit Ihnen immer wieder neu das Wirken Gottes in unserem Leben suchen, finden und erfahren durfte.
Dank
Für diese Ihre Offenheit, Ihre Annahme und das gemeinsame Unterwegssein als Christen möchte ich Ihnen von Herzen ein großes Vergelt’s Gott aussprechen. In all den vielen Begegnungen wurde für mich das Wunder der Brotvermehrung des heutigen Sonntags neu erfahrbar: Im geteilten Lebensbrot ist Gott gegenwärtig und sichtbar.
So sind Sie mir alle in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen zu Orten der Anwesenheit Gottes geworden, so wie schon der Hl. Ignatius von Loyola es als geistlichen Ratschlag für unsere Leben mitgibt: „Gott unseren Herrn in allen Dingen finden.“
Zusage und Bitte
Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer wieder neu in ihrem Leben diese Erfahrung der Gegenwart Gottes machen dürfen – im gebrochenen und geteilten eucharistischen Brot sowie im gemeinsam geteilten Leben.
Dieses Leben durfte ich diese drei Jahre mit Ihnen teilen und ich möchte Ihnen für Ihre Anteilnahme, Ihre vielen Dankes- und Glückwünsche anlässlich meiner Verabschiedung nicht nur danken, sondern Ihnen mein Gebetsgedenken versichern. Als Christen dürfen wir dies immer wissen: Im Gebet sind wir als Kirche miteinander verbunden – ganz gleich in welchem Land wir uns aufhalten, denn für Gott gibt es keine Grenzen.
So bitte ich Sie zum Ende meiner Kaplanszeit um Ihre weitere Verbundenheit im Gebet – in dem Wissen, dass bekanntlich alle Wege nach Rom führen und der meinige sicherlich auch mal wieder nach Düsseldorf.
Ihnen allen ein ganz herzliches Dankeschön, Vergelt’s Gott und natürlich
tanti cari saluti
Ihr
Kpl. Johannes Frost