St. Antonius und Benediktus | St. Lambertus:Herzlich Willkommen, Kaplan Markus Brandt

Liebe Schwestern und Brüder,
seit dem 1. September 2026 bin ich Ihr neuer Kaplan. Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, um mich Ihnen kurz vorzustellen.
Von Berlin zur Bundeswehr
Ich wurde 1975 in West-Berlin geboren und wuchs in Berlin-Reinickendorf mit meinen Eltern und vier Geschwistern auf. Nach dem Abitur im Jahr 1995 verließ ich Berlin und ging zur Bundeswehr. An verschiedenen Standorten wurde ich zum Logistikoffizier in der Nachschubtruppe des Heeres ausgebildet. Während meiner Bundeswehrzeit studierte ich außerdem zwei Jahre lang Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Universität der Bundeswehr in München.
Vom Offizier zum Rechtspfleger
Nach gut sechs Jahren verließ ich die Bundeswehr wieder und kehrte im Herbst 2001 nach Berlin zurück. Dort nahm ich das Studium der Rechtspflege an der Hochschule für Wirtschaft und Recht auf und schloss es Ende 2015 mit dem Rechtspflegerexamen ab. Mehr als zehn Jahre arbeitete ich als Rechtspfleger an verschiedenen Berliner Gerichten. Unter anderem war ich Abteilungsleiter für Zwangsversteigerungssachen am Amtsgericht Pankow; am Kammergericht Berlin war ich Hauptsachbearbeiter für Personalangelegenheiten der Angestellten und Beamten.
Der Ruf zur Berufung
Mit Ende 30 wurde der Ruf des Herrn in mir immer deutlicher, ihm in besonderer Weise nachzufolgen. Infolgedessen beschäftigte ich mich intensiver mit der Frage meiner Berufung und suchte den Rat meiner Freunde und geistlichen Wegbegleiter. Im Herbst 2015 bewarb ich mich als Priesterkandidat des Erzbistums Berlin und wurde angenommen.
Das bedeutete, dass ich mein bisheriges Leben in Berlin aufgeben musste: Ich ließ mich als Lebenszeitbeamter entlassen, kündigte meine Wohnung, zerlegte meine Möbel und lagerte sie ein. Im September 2016 zog ich nach Lantershofen ins Ahrtal. Dort nahm ich am Überdiözesanen Seminar St. Lambert das Studium der Theologie auf.
Der Weg ins Erzbistum Köln
Kurz vor meinem Abschluss, Anfang 2020, wechselte ich das Bistum und wurde als Priesterkandidat in das Erzbistum Köln aufgenommen.
Nach meinem Studienabschluss im Sommer 2020 und einem Praktikum am Bonner Münster begann ich im Oktober 2020 den Pastoralkurs. Diesen absolvierte ich neben den Einheiten im Priesterseminar im Pfarrverband Geistingen-Hennef-Rott.
Am 16. Juni 2023 wurde ich im Kölner Dom zum Priester geweiht.
Kaplan und Pfarradministrator in Oberberg Süd
Ab September 2023 war ich Kaplan in der Pastoralen Einheit Oberberg Süd. Nach der Freistellung und dem späteren Rücktritt des dortigen Pfarrers ernannte mich der Erzbischof im April 2025 aufgrund meiner qualifizierenden Vorberufe zum Pfarradministrator.
In die Zeit meiner Pfarradministration fiel auch die Fusion der neun Kirchengemeinden zur neuen Großpfarrei und Kirchengemeinde St. Michael und St. Gertrud, Oberberg-Süd, zum 1. Januar 2026.
Eine Kompanie oder eine Gerichtsabteilung zu leiten ist etwas völlig anderes als eine große Pfarrei. Daher bin ich sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte. Trotz aller Herausforderungen der besonderen Umstände war es eine sehr schöne Zeit.
Gemeinsam mit den Gläubigen aus Oberberg Süd konnte ich als leitender Pfarrer die Fusion begleiten und die Gemeinden ermutigen, zuversichtlich in die Zukunft zu gehen und diese zu gestalten.
Von Anfang an war klar, dass ich die Leitung der Pfarrei nur übergangsweise innehaben würde. Zum 1. September dieses Jahres wurde Pfarrer Dominik Rieder aus Düsseldorf-Bilk zum leitenden Pfarrer ernannt, und ich wechselte hier nach Düsseldorf in die Gemeinden St. Lambertus sowie St. Antonius und Benediktus.
Kinderpastoral als besonderer Schwerpunkt
Schon seit meiner Diakonenweihe lag ein Schwerpunkt meiner pastoralen Arbeit auf der Kinderpastoral.
So habe ich Kinder auf dem Weg zur Erstkommunion begleitet, Schulgottesdienste gefeiert und in den vergangenen drei Jahren auch sehr intensiv Kindergartengottesdienste gestaltet.
Hier in Düsseldorf werde ich weiterhin Schulgottesdienste feiern und auch in der Erstkommunionvorbereitung tätig sein.
„Gott ist Liebe“
Mein priesterliches Leben ist geprägt von meinem Primizspruch:
„Gott ist Liebe. Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“
(aus 1 Joh 4,16.19)
Liebe im Sinne des Neuen Testaments ist nicht nur als Gefühl zu verstehen, wie es das deutsche Wort „Liebe“ nahelegen kann. Vielmehr geht es um eine Haltung der Annahme durch Gott und um ein Ja zum Leben, das von Gott herkommt.
Aus dieser Erfahrung heraus möchte ich Ihnen von Gottes Wirken in meinem Leben erzählen und Ihnen in meinem priesterlichen Dienst Mut zusprechen, Ihren eigenen Weg mit Gott zu finden und zu gehen.
Was mich nach Düsseldorf führt – und was ich mitbringe
Hier in Düsseldorf freue ich mich darauf, wieder mehr Fahrrad fahren zu können, denn in Oberberg Süd musste ich jeden Monat viele hundert Kilometer mit dem Auto zurücklegen.
In meiner Freizeit koche und backe ich gern. Außerdem gehört das Fotografieren zu meinen Interessen, ebenso der Besuch von Museen und Ausstellungen. Dazu bietet Düsseldorf ja vielerlei Möglichkeiten.
Ich freue mich, Sie in Gesprächen und verschiedensten Möglichkeiten persönlich kennenzulernen.
Ihr Kaplan
Markus Brandt