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Blick in die Decke der Kirche St. Maximilian Blick in die Decke der Kirche St. Maximilian

Macht und Ohnmacht

Hochaltar_WolfgangHülk_hoch1

Der Hochaltar ist eine Komposition aus mehreren Stilepochen. Diese heutige Zusammenstellung brachte die Neuordnung des Kirchenraumes in den 1970er Jahren. Der Hochaltar ist nicht mehr der Altar an dem die zentrale Liturgie gefeiert wird. Das Arrangement mit  Tabernakel ist der Aufbewahrungsort der gewandelten Hostie.

Auffälligstes Element ist das Altargemälde. Es wurde ursprünglich für das Kapuzinerkloster an der Flinger Straße geschaffen. Es zeigt die Szene von der Anbetung Jesu in der Krippe durch die Hirten. Im Mittelpunkt liegt ein hilfloser Säugling. Er ist die einzige Lichtquelle und erfüllt das Bild von innen heraus mit einer sich langsam ausbreitenden Helligkeit. Die Mutter beugt sich schützend über das Kind. Sie wird stärker als alle anderen Beteiligte in den Lichtpegel hineingezogen. Die Malerei wirkt durch viele Details wie eine lebhafte Szene der Alltagskultur.

Das Gemälde wird dem Kapuziner Mönch Damian aus Ratingen zugeschrieben. Er tritt 1639 in das Düsseldorfer Kapuzinerkloster ein und starb 1709. 1690 wurde ihm eine Studienreise nach Italien ermöglicht. Er arbeitete für den Kapuzinerorden im Auftrag des Ferdinand von Fürstenberg, Fürstbischofs von Münster und Paderborn und für den Hof seines Schwagers des Johann Wilhelm von Pfalz Neuburg in Düsseldorf.