Anmutig, fast demütig sitzt Maria auf einer breiten Thronbank. Ihr Kind auf dem Schoß, das ein pelzverbrämtes Mäntelchen trägt. Auf ihrem Finger sitzt ein kleinver Vogel. Das Jesuskind berührt ihn. Ein Distelfink. Wegen seiner Vorliebe für Disteln und seines roten Kopfes gilt er als Zeichen der Passion Christi.
In diesem Bild sind viele Facetten Marias vereint: die Himmelskönigin, die Demütige, die von Engeln umringte, die Muttergottes. Aber auch die, die das Leid bereits in ihrer Hand hält und trägt.
Engel haben sich um die beiden versammelt und musizieren. In den Ecken des Gemäldes flattern Spruchbänder: Gloria in excelsis Deo - et in terra pax hominibus (Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden) und Sancte Maria ora pro nobis (Heilige Maria, bitte für uns).
Mehrfach musste das das Bild restauriert werden. Man kann nur erahnen wie detailreich und bunt es gewesen sein muss als es in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstand. Eindeutig sind die Einflüsse der Kölner Malerschule um Stephan Lochner zu erkennen.







